Deutsche Finance Group - 1,5 Mrd.€ privates Kapital und 5,5 Mrd.€ Insti-Gelder in Gefahr

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Stefan Loipfinger
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Deutsche Finance Group - 1,5 Mrd.€ privates Kapital und 5,5 Mrd.€ Insti-Gelder in Gefahr

Beitrag von Stefan Loipfinger »

Die Deutsche Finance Group hat 7 Millarden Euro Eigenkapital gesammelt. Allerdings laufen die Investitionen sehr schlecht.
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Jetzt hat die BaFin eine ungewöhnlich Maßnahme verkündet und einen Sonderbeauftragten bestellt.
BaFin hat geschrieben:DF Deutsche Finance Investment GmbH: Bafin bestellt Sonderbeauftragten und ordnet die Erteilung von Auskünften und Vorlage von Unterlagen an
Die DF Deutsche Finance Investment GmbH muss der Bafin Auskünfte erteilen und Unterlagen vorlegen. Das hat die Finanzaufsicht angeordnet. Mithilfe der Auskünfte und Unterlagen will sich die Bafin ein eigenes Bild von der Ordnungsmäßigkeit der Verwaltung geschlossener Publikumsfonds verschaffen, die von der Kapitalverwaltungsgesellschaft verantwortet werden. Zudem hat die Bafin in diesem Zusammenhang einen Sonderbeauftragten bestellt, der ihre Anordnung überwacht.

Die Maßnahmen sind zwar noch nicht bestandskräftig, aber sofort vollziehbar.

Hintergrund
Die DF Deutsche Finance Investment GmbH ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft und unterliegt den Regelungen des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Deren Einhaltung überwacht die Bafin und kann Anordnungen treffen, die zu ihrer Durchsetzung geeignet und erforderlich sind. So kann die Bafin Auskünfte einholen und die Vorlage von Unterlagen verlangen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass dies zur Überwachung eines Verbots oder Gebots des KAGB erforderlich ist.

Zudem kann die Bafin einen Sonderbeauftragten bestellen, der überwacht, dass ihre Anordnungen von der Kapitalverwaltungsgesellschaft beachtet werden, und der ihr dazu Bericht erstattet.
Die Maßnahme selbst wird mit verschiedenen Vorschriften aus dem KAGB begründet:
BaFin hat geschrieben:Die Finanzaufsicht Bafin hat mit Bescheid vom 09. Juni 2026 gegenüber der DF Deutsche Finance Investment GmbH die Erteilung von Auskünften und Vorlage von Unterlagen gemäß § 5 Abs. 6 Satz 1, Satz 3 Nr. 1 KAGB angeordnet und zur Überwachung dieser Anordnung einen Sonderbeauftragten gemäß § 40a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 40c Abs. 1 Nr. 5 KAGB bestellt.
Investmentcheck recherchiert schon länger zur Deutschen Finance und wird vermutlich gegen Ende dieser Woche mit einem Hintergrundbericht erscheinen.
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Re: Deutsche Finance Group - 1,5 Mrd.€ privates Kapital und 5,5 Mrd.€ Insti-Gelder in Gefahr

Beitrag von mopswombard »

3 Sonderneauftragte (2 Berenberg + hier) innerhalb von 2 Tagen, kann mich nicht erinnern, jemals so etwas in so kurzer Zeit erlebt zu haben.
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Stefan Loipfinger
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Re: Deutsche Finance Group - 1,5 Mrd.€ privates Kapital und 5,5 Mrd.€ Insti-Gelder in Gefahr

Beitrag von Stefan Loipfinger »

Interessengemeinschaft Deutsche Finance der Kanzleien Mattil & Kollegen sowie Dr. Greger & Collegen:
Am 26. Juni 2026 informierten die beiden Kanzleien über die Gründung einer Interessengemeinschaft mit dem angeblichen Ziel, "Information und Transparenz" zu liefern.
Warum wurde die Interessengemeinschaft gegründet?
Die Interessengemeinschaft Deutsche Finance wurde gegründet, um Anlegern aktuelle Informationen gebündelt zur Verfügung zu stellen, Transparenz zu fördern und bei der Wahrnehmung von Informationsrechten zu unterstützen. Sie versteht sich ausdrücklich als Informations- und Transparenzinitiative.
Bei den Vorteilen wird von einer zentralen Informationsplattform geschrieben, was erhebliche Fragen aufwirft.
Ihre Vorteile
  • Kostenlose und unverbindliche Registrierung
  • Regelmäßige Informationen zu neuen Entwicklungen
  • Rechtliche Einordnung aktueller Ereignisse
  • Hinweise zu Informationsrechten und wichtigen Fristen
  • Zentrale Informationsplattform für betroffene Anleger
Zumindest bisher wird wenig bis nichts an substanziellen Informationen geliefert. Beide Kanzleien dürften auch ein großes Interesse an der Gewinnung von Mandaten haben. Dabei könnte es zu massiven Interessenkonflikten kommen, da die Interessen von Anwälten nicht identisch sind mit denen von AnlegerInnen. Informationen sind gut, Mandate sollte man bei Kanzleien eingehen, die aufgrund von tiefgehenden Recherchen ein Gericht durch substanzielle Sachvorträge überzeugen können.
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Re: Deutsche Finance Group - 1,5 Mrd.€ privates Kapital und 5,5 Mrd.€ Insti-Gelder in Gefahr

Beitrag von mopswombard »

Stefan Loipfinger hat geschrieben: Mo 29. Jun 2026, 10:17
Warum wurde die Interessengemeinschaft gegründet?
Die Interessengemeinschaft Deutsche Finance wurde gegründet, um Anlegern aktuelle Informationen gebündelt zur Verfügung zu stellen, Transparenz zu fördern und bei der Wahrnehmung von Informationsrechten zu unterstützen. Sie versteht sich ausdrücklich als Informations- und Transparenzinitiative.
Zumindest bisher wird wenig bis nichts an substanziellen Informationen geliefert. Beide Kanzleien dürften auch ein großes Interesse an der Gewinnung von Mandaten haben. Dabei könnte es zu massiven Interessenkonflikten kommen, da die Interessen von Anwälten nicht identisch sind mit denen von AnlegerInnen. Informationen sind gut, Mandate sollte man bei Kanzleien eingehen, die aufgrund von tiefgehenden Recherchen ein Gericht durch substanzielle Sachvorträge überzeugen können.
Wir wissen ja bis heute nicht, warum und wieso. Nimmt man Berenberg als zweiten Fall, dann ist das bisher bekannte ein Pfurz und interessiert nur den Voyeur, der dahinter natürlich Veruntreuung seiner Einlagen etc. wittert.

Um was geht es denn hier, um die Instis oder um die Fonds? Warum wurde denn ein Sonderbeauftragter bestellt? Einen Sonderbeauftragten zu bestellen hat nicht zwingend etwas mit meiner Anlage bzw. Investition zu tun. Das wird aber dem Normal suggeriert, denn der kennt sich mit den Geflogenheiten der Aufsicht so gut wie nicht aus. Da ist nichts mit Schwarz oder Weiss, sondern im Regelfall eher Grau.
Bei Herrn Peters kann man ja gerne mal seine letzte Station nachforschen und sich dann anschauen, was es denn dort für Probleme gegeben hat, nämlich für die Kundschaft Null komma Null. Klar sind mehr als 100 Millionen durch Blödheit zu verlieren kein Pappenstiel, aber dafür haben wir in D auch massenweise Auffanginstitutionen.

Würde eine Kanzlei dies den Betroffenen erklären und damit Werbung machen, alles ok. Nur hier wird ja mal wieder mit der Angst der Anleger gespielt und das finde ich mehr als perfide. Haben die es so nötig?
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Re: Deutsche Finance Group - 1,5 Mrd.€ privates Kapital und 5,5 Mrd.€ Insti-Gelder in Gefahr

Beitrag von Karin Loipfinger »


Die Trauerfarbe schwarz ist ein Markenzeichen der Deutschen Finance
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Der Eisberg bei der Deutsche Finance

30.06.2026 ▪ Liebe Leserinnen und Leser,

diese Woche geht es um meine ausführlichen Analysen zur Deutschen Finance, die das Potenzial hat, zum größten Skandal in der Geschichte geschlossener Fonds zu werden:
  • BaFin greift ein: Die Finanzaufsicht hat Auskünfte und Unterlagen angefordert und einen Sonderbeauftragten eingesetzt, der die Umsetzung überwachen soll.
  • Zielfonds ohne Management: Mehrere Luxemburger Spezial-AIFs standen zeitweise ohne neuen Fondsmanager da, nachdem Mandate gekündigt wurden. Unklar ist, ob die Fonds immer noch ohne zugelassenem Management agieren.
  • Wirtschaftsprüfer warnen: In mehreren Testaten finden sich Hinweise auf Liquiditätsprobleme, Rückzahlungsrisiken und Zweifel an der Fortführung einzelner Fondsgesellschaften.
  • Berichte fehlen: Für einen Großteil der laufenden Publikumsfonds wurden noch keine Zahlen für 2024 veröffentlicht, obwohl gesetzliche und vertragliche Fristen bestehen.
  • Alle laufenden Fonds im Minus: Die 21 noch laufenden Publikumsfonds liegen per Ende 2023 beziehungsweise 2024 im Verlust; bei einigen hat sich das Kapital bereits halbiert.
  • Schwache Langfristbilanz: Auch Fonds mit eigentlich günstigem Marktumfeld nach der Finanzkrise blieben deutlich hinter den ursprünglichen Renditezielen zurück – und liegen sogar im Minus.
  • Intransparente Assets: Die Berichterstattung arbeitet häufig mit Kürzeln für Fondsassets, was die Nachvollziehbarkeit der Geldströme erschwert.
  • Viele Überschneidungen: Mehrere Publikumsfonds investierten parallel in dieselben Assets; zugleich war die Deutsche-Finance-Gruppe teilweise auf mehreren Ebenen eingebunden.
  • Gebühren als Belastung: Die komplexe Struktur mit mehreren Beteiligungsebenen dürfte zusätzliche Kosten verursacht und die ohnehin schwachen Ergebnisse belastet haben.
  • Over-Commitments verschärfen Risiken: Einige Fonds gingen Verpflichtungen ein, die über die vorhandene Liquidität hinausgingen — ein Modell, das sich bei der schwierigen Marktentwicklung rächte.
  • Institutionelle Anleger betroffen: Neben Privatanlegern sind auch Versorgungswerke, Pensionskassen, Stiftungen und Versicherungen mittelbar betroffen – Namen und Verluste: unklar.
  • Keine Antwort der Deutschen Finance: Die ausgebliebene Reaktion auf eine Presseanfrage verstärkt den Eindruck, dass der sichtbare Eisberg nur einen Teil der Probleme zeigt.
Um den vollständigen Beitrag lesen zu können, klicken Sie hier: Der Eisberg bei der Deutsche Finance

Bleiben Sie wachsam.

Ihr
Stefan Loipfinger
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